Weißenhäuser Strand – mein „Seelebaumel“ Paradies

Weißenhäuser Strand

Weißenhäuser Strand

Weißenhäuser Strand
Weißenhäuser Strand

Der Weißenhäuser Strand ist mein persönliches „Seelebaumel“ Paradies

Meistens plane ich eine Woche Urlaub an der Ostsee ein. Wenn ich allerdings merke, dass ich meine Batterien wieder auf laden muss, miete ich mir gerne ein kleines Appartement am Weißenhäuser Strand, mit Vorliebe mit Seeblick. Der Blick aus dem Fenster alleine gibt mir schon Entspannung. Ich genieße die Dünenlandschaft mit den vereinzelten Hochlandrindern vor dem Meer, eine willkommene Wohltat für meine unruhige Seele.

Auch wenn das Panorama aus dem Fenster oder vom Balkon schon grandios ist, so ist es draußen an der frischen Luft noch besser.

Das Rauschen der Wellen an den Strand, der kühle Wind und der leicht salzige Geschmack der Brise auf den Lippen machen mich jedes Mal süchtig nach Spaziergängen.

Mehrmals am Tag zieht es mich raus, auf die Seebrücke oder einfach am Strand entlang.

Schlechtes Wetter gibt es nicht, jede Wetterlage hat ihren Charme, obwohl ich es persönlich gerne regenfrei habe.

Strand

Der Sand am Strand ist grob bis kieselig und hat etwas Ursprüngliches an sich. Außerhalb der Sommersaison sind nur wenige Strandkörbe zu sehen, dann mag ich den Strand besonders gerne. Trotz der hohen Besucherzahlen finde ich es in den Nebensaisonen nicht überlaufen.

Ich liebe es direkt an der Wasserkante entlang zu laufen, barfuß oder mit dünnen Schuhen. Meine Fußspuren im Sand zu hinterlassen. Oft bleibe ich stehen und sehe zurück wie das Meer die Reihe meiner Abdrücke unterbricht und es dann voll ständig verlöscht. So als wäre ich nie da gewesen. Ich genieße den endlosen Horizont, das Spiel der Wellen und des Windes. Mit den Augen verfolge ich einzelne Möwen im Wind über Meer und Strand. Wie ein Kind liebe ich es den Sand zu berühren und damit Burgen zu bauen. Einfach nur am Strand zu sitzen und mit allen Sinnen die Welt in mir aufnehmen.

Bei meinen Spaziergängen am Strand, muss ich ständig irgendwelche Fundstücke aufheben und bewundern. Mal sind es Steine, Muscheln oder bunte geschliffene Glasstückchen.

Steine

Gerade Steine finde ich immer wieder faszinierend. Große, kleine, eckige, bunte Sorten, der Strand bietet eine Fülle von Steinen. Das Interessante ist, dass das Meer und die Wellen regelmäßig alle Steine wieder raus auf den Strand spülen, die man am Tag vorher ins Meer geworfen hat. Ich glaube Steine ins Meer werfen oder auf der Wasseroberfläche springen lassen ist für alle, Groß und Klein ein Muss bei Spaziergängen am Wasser.

Häufig finde ich im Sand Hühnergötter, also Steine mit Löchern. Besonders schöne oder skurrile hebe ich auf und fertige daraus amulettartige Ketten. Sie verlängern als Mitbringsel meist die Erinnerung an die Auszeit an der See. Einige glatte runde Kieselsteine landen oft in meine Jackentasche, als Handschmeichler. Zwei davon umeinander in der Hand kreisen lassen, entspannt nicht nur die Handmuskulatur, auch die Unterarmmuskulatur wird dabei innerviert. Durch den Druck der Steine werden Reflexzonen in der Handinnenfläche massiert, diese können für den gesamten Körper positive Impulse liefern. Ich stelle mir gerne vor, wie die Energie der Steine meine Energiedepots wieder aufladen.

Muscheln

Muscheln oder Schneckenhäuser werden an allen Stränden von Menschen gesammelt. Immer wieder sieht man auf Strandwanderungen, wie sich jemand bückt und ein Exemplar in die Hand nimmt. Häufig findet man am Weißenhäuser Strand dunkele Muschelschalen von Miesmuscheln, doch es gibt auch weiße Sorte hier. An Infotafeln, die im Naturschutzgebiet stehen, kann man ihre Namen und Arten erkennen. Eine Perle in den Muscheln habe ich bis jetzt noch nicht gefunden.

sonstiges Strandgut

Bunte, geschliffene Glasteilchen werden mit den Wellen immer wieder an den Strand gespült. In der Regel sind sie glatt poliert, so dass man sich an ihnen nicht mehr verletzen kann. Sie wirken zeitweise wie exotische Kristalle, obwohl sie einst Müll waren. Als Kinder waren diese „Edelsteine“ für meine Schwester und für mich Teile eines Schatzes.

Wenn man ganz viel Glück hat, findet man kleine Bernsteinkügelchen. Sie sind wärmer und leichter in der Hand als Steine.

An den Stränden werden auch Holzteile angespült. Sie sind unterschiedlich groß und zum Teil poliert, mache Stücke sehen sehr dekorativ aus, andere dagegen ehr vergammelt. Die Rückstände von Lagerfeuern lassen vermuten, wofür sie genutzt werden.

Weg

Man kann am Strand in westlicher Richtung bis zu einer Steilwand bequem laufen. Ab hier wird es etwas beschwerlicher und auch abenteuerlicher. Große Felsbrocken behindern dann zum Teil den immer steiniger werdenden Weg.

Zur Steilküste hinauf führt ein bewaldeter Weg.

Der mit einer sensationellen Aussicht über die Ostsee aufwarten kann. Oben angekommen führt der Weg immer an der Kante der Steilküste und an Feldern vorbei bis zur nächsten Siedlung.

Für den Rückweg kann man natürlich den gleichen Weg einschlagen oder man hat die Möglichkeit auf dem Deich einen asphaltierten Weg zurück zu gehen. Dieser wird viel von Fahrradfahrern oder Inlinerfahrern genutzt. Immer wieder hat man Aussichten auf die Ostsee und die Dünenlandschaft. Skurril vom Wind verbogene Bäume zeigen am Wegrand, welche Naturgewalten hier zeitweise regieren.

 

Ich komme immer wieder gerne zurück.

 

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