Korsika, Insel der tausend Gesichter – Reisebericht

Insel der tausend Gesichter

Korsika, Insel der tausend Gesichter

Korsika Rundreise

Korsika, Insel der tausend Gesichter

Die Insel habe ich im Juni/Juli mit Freunden kennen und lieben gelernt. Wir waren eine Woche in Porto zusammen, in der zweiten Wochen haben wir eine Autotour zu dritt gemacht, weiter die Küste entlang Richtung Süden. Anschließend haben wir uns mit den gleichen Freunden wieder am Barvella für eine weitere gemeinsame Woche getroffen. Wir haben gewandert, an den Felsen geklettert und hatten jede Menge Spass.

Angereist sind wir mit der Fähre von Genua bis Bastia.

Die sehr quirlige Hafenstadt ließen wir schnell hinter uns und fuhren durch traumhafte Gegenden auf die Westseite der Insel.

Wir folgten kleinen winkligen Straßen mit unzähligen wunderschönen Aussichten und Überraschungen. Immer wieder mussten wir anhalten, mal waren es wilde Schweine auf der Fahrbahn, mal Schafe oder große LKWs auf schmalen Fahrbahnen, denen man ausweichen musste. Der Duft der Wälder war warm und würzig, nach Tannen, Eukalyptus und Blüten.

Porto

Unsere erste Station war Porto auf der Insel Korsika. Wir hatten uns ein Campingplatz etwas vom Meer weg ausgesucht, ein kleiner Spaziergang von ca 10 min führte an den Strand. Vom Platz aus hatte man immer wieder Ausblicke auf das Meer, man hörte die Brandung und der salzige Geruch vom Meerwasser lag in der Luft. Der gesmte Campingplatz war terrassenartig angelegt, mit einigen Bäumen und Felsen. Die Auffahrt mit den vielen Blumen wirkte sehr einladend, ein gut geführter kleiner Supermarkt lag idealer Weise direkt neben an. Dieser wurde abends und morgens gerne von uns besucht. So hatten wir immer frische Lebensmittel zum Kochen und mussten uns wenig Sorgen mit der Vorratshaltung bei der Wärme machen.

Der Strand war felsig mit Kies. Die Brandung war an vielen Tagen sehr heftig und rote Flaggen, die ein Badeverbot anzeigte war häufig gehisst. Trotzdem war es wunderschön dort, die fast 3 Meter hohen Wellen ließen die Kraft des Meeres erahnen. Das Wetter auf Korsika war klar, sehr sonnig und die hohen Wellen gaben super Motive zum Fotografieren. Die Gischt erfrischen immer diejenigen, die mit den auslaufenden Wellen spielten und mit ihnen um die Wette liefen.

Wanderung zur Spelunkenschlucht

Wunderschön war eine Tageswanderung durch die Spelunkenschlucht.Wir hatten ein Auto am Endpunkt der Wanderung stehengelassen haben, somit war die Wanderung einfach. Über den Col de Vergio ging es zum Dörfchen Evisa.

Hier war der Beginn, es ging leicht, da wir bergab liefen. An vielen kleine Stopps bewunderten wir unzählige malerische Ausblicke und  gigantische Felsen. Ich fotografierte viel und war froh, dass ich keine 36 Bilderfilme mehr hatte, sondern SD Karten mit unendlich viel Speicherkapazität. In vielen felsigen Kehren und Kurven führt der waldreiche Weg hinab, zu einem kleinen Fluss.

Er fließt durch steinerne Becken und bildet mehrere Badestellen, an denen nicht nur die müden Füße erfrischt werden konnten.

Sehenswert ist die steinerne Genueserbrücke, über die geländerlose Brücke zu laufen war für einige nicht einfach.

Wanderung zum Ninosee

Eine weitere traumhafte Tour war zum Ninosee. Die Tour ist landschaftlich sehr abwechslungsreich, anfangs wandert man durch eine waldige Gegend. Kleine Glöckchen hört man hier häufig bimmeln, mal sind es Kühe, die mit ihren Kälbern am Weg oder im umliegenden Gebüsch standen oder fraßen, mal waren es Ziegen.

Bei zunehmender Steigung wird die Landschaft steiniger und die hohen Bäume weichen einem niedrigen Bewuchs.

Ein kleiner Pfad windet sich Meter um Meter höher, die phantastische Aussicht belohnt einem jedoch immer wieder.

Das wenige Gras hier oben war noch grün, im Verlauf des Sommers wird es wohl mehr und mehr vertrocknen.

In der Ferne haben wir Gemsen auf den Gipfeln gesehen. Dann weitet sich der Weg plötzlich und gibt den Blick auf ein Hochtal mit saftigen Wiesen frei.

Zu unser aller Freude weideten hier kleine wilde Pferde mit Fohlen.

Die Fohlen hatten die Größe von mittelgroßen Hunden und waren sehr zutraulich. Nach einem kurzen Abstieg gelangten wir an den See.

Leider war er nicht zum Baden geeignet. Der moorige kleine See wirkte sehr flach und ausgetrocknet. Wir nutzten die Gelegenheit und machten hier eine längere Pause mit Picknick.

Viel Spaß hatten wir mit den Pferden, die uns gefolgt waren. Sie waren weiter sehr anhänglich und knabberten an unseren Sachen, versuchten mit uns zu schmusen oder klauten auch schon mal einen Socken oder ein Handtuch. Äpfel und Baguette war vor ihnen nicht sicher.

Insgesamt waren wir ca 7 Stunden unterwegs.

Weiterfahrt in ein paar Tagen !

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