Fenster zur Freiheit – Eine Geschichte zum Nachdenken

Fenster zur Freiheit

Fenster zur Freiheit, heilein.de
Fenster zu Freiheit

Durch das Fenster zur Freiheit scheint die Sonne. Ein Stückchen blauen Himmel kann ich sehen, ein paar kleine Wölkchen ziehen vorbei.

Die Blätter der hohen Bäume sind hellgrün und schimmern im Licht der Sonne.

Ein schwarzer Vogel setzt sich ins Fenster und sieht mich mit schräg angelegtem Kopf an.

„Worauf wartest du?“ scheint er zu fragen, „komm mit!“

Sehnsüchtig schau ich hinauf. „Ich komme!“ rufe ich ihm in Gedanken zu.

Was hält mich hier?

Als ich mich dem Fenster nähere, scheint es nicht mehr so klein. Es wirkt als könnte ich hindurch.

Was hält mich hier?

Die Gewohnheit, die Umgebung, die Sicherheit, die Menschen die mich hier halten, sie brauchen mich doch!

Oder möchte ich es nur, gebraucht werden?

Meine Wohnung, die gemütliche Couch mit den Kissen und Decken, all die Kerzen, den warmen Kamin, meine Bücher, die Tasse Tee und der Keks.

Den Fernseher,… gleich kommt eine Sendung, die darf ich nicht verpassen. Ich hab zu tun!

Ich muss putzen, kochen, für andere Dasein, arbeiten.

Von nichts kommt nichts!

Was wird man sagen, wenn ich weg geh?

Vermisst mich jemand? Fragt jemand wo ich bin?

Wird es überhaupt auffallen, dass ich nicht mehr da bin?

Der Vogel sieht mich immer noch an, spöttisch?

Ach was!

Ich tue es!

Warte, ich komm mit, in die Freiheit.

Ich packe meine Sachen und will aus dem Fenster. Da bleibe ich hängen!

Mein Rucksack ist viel zu groß, aber es muss alles mit!

Die Decken und Kissen, das Kochgeschirr und die Teekanne und meine Lieben und und und.

Vielleicht träume ich weiter von der Freiheit da draußen und genieße die Geborgenheit, Sicherheit und die Menschen um mich herum.

Vielleicht räume ich auch nur etwas auf und schmeiße etwas weg. Dann hab ich wieder mehr Luft und Raum, ein klein wenig mehr Freiheit.

Denn so ohne alles, ich glaube das traue ich mich doch nicht.

Der Vogel schaut hinauf zu den Wolken. Er breitet seine Flügel aus und fliegt dem Himmel entgegen.

Weg ist er, verschwunden mit einen Traum.

 

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